Jubiläum für den neuen Zeppelin
Erstflug vor 20 Jahren und inzwischen der 250.000. Passagier

Foto: Michael Haefner

Was ist dran am Zeppelin? Welche Faszination übt er noch und wieder aus? Auf das Jahr vor 80 Jahren ging die Hindenburg, benannt nach dem deutschen Reichspräsidenten in Flammen auf LZ 129, so die offizielle Bezeichnung, war das komfortabelste und größte Luftschiff, das je von Menschenhand gebaut wurde. Mit 245 Metern Länge und einem Durchmesser von über 40 Metern sowie Volumen von rund 200 000 Kubikmetern, so groß wie ein Ozeandampfer, schwebte die Hindenburg in den Jahren 1936 und 1937 durch die Lüfte. Wie ihre Vorgänger wurde sie für den Auftrieb mit entzündlichem Wasserstoff gefüllt. Das Monopol auf die Herstellung von Helium hatten damals die USA, die Deutschland aus politischen Gründen nicht mit dem Gas belieferten.

Der neue Zeppelin ist nicht minder faszinierend

Auch wenn die großen Zeiten der Luftschiffe Vergangenheit sind, werden sie nach wie vor gebaut, und das unter dem Namen Zeppelin und an dem Ort, der für den Luftschiffbau berühmt ist, Friedrichshafen am Bodensee. Nach anfänglichen Schwierigkeiten bei Konstruktion und Bau der neuen Luftschiffe haben sie sich mittlerweile als sicher und zuverlässig erwiesen. Am 18. September 1997 fand der Erstflug des Zeppelin NT (Neue Technologie) statt. Der heutige Zeppelin NT hat eine Länge von 75 Metern, einen Durchmesser von etwas mehr als 14 Metern und ein Volumen von knapp 8.500 Kubikmetern. Zwei Piloten und 13 bis 15 Passagiere haben darin Platz. Sie sind viel kleiner als die alten Luftschiffgiganten, aber nicht minder begeisternd. Seit 2011, dem Beginn der kommerziellen Zeppelin-Flüge haben 250.000 Passagiere an einem Flug teilgenommen und damit die Welt von oben gesehen.

Als Werbeträger und für die Wissenschaft

Der Zeppelin findet auch Verwendung als Werbeträger und zu wissenschaftlichen Zwecken. Mehr als 50 verschiedene Partner aus Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft nutzten den Zeppelin NT als weltweit größte fliegende Werbefläche. Zuletzt flog er im September bei der NordBau-Messe in Neumünster im Auftrag der Zeppelin Baumaschinen GmbH. Im Anschluss daran kam das Luftschiff als fliegende Forschungsplattform für Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums Geesthacht über der Elbe und Nordsee zum Einsatz. Dort hatte es letztes Jahr schon im Rahmen der Expedition Uhrwerk Ozean als fliegende Schaltzentrale der Mission gedient. Vom Zeppelin aus dirigierte Expeditionsleiter Prof. Dr. Burkard Baschek die beteiligten Forschungsschiffe und Flugzeuge.

Frau Christa Schüle aus Pfullendorf bei Tübingen hatte den Flug von ihrem Ehemann als Überraschung zum Hochzeitstag geschenkt bekommen. Eckhard Breuer, Geschäftsführer der Deutschen Zeppelin-Reederei beglückwünschte Frau Schüle mit einem großen Blumensstrauß als 250.000. Zeppelin Passagier. Für Frau Schüle war der Flug einmalig.
Foto: DZR

Die Crew des 20jährigen Jubiläumsflugs
Foto: DZR

Als Werbeträger für den Europa Park Rust
Foto: Achim Mende

Der Zeppelin NT im wissenschaftlichen Einsatz
Foto: Torsten Fischer – Helmholtz Zentrum Geesthacht

Bei der NordBau-Messe in Neumünster als Werbeträger
Foto: DZR

Das ganze Zeppelin-Team freut sich sehr über diesen Erfolg. … Wir können mit Stolz auf eine makellose Sicherheitsbilanz zurückblicken und werden an diese Erfolge sehr gerne anknüpfen.

Eckhard Breuer, Geschäftsführer der Deutschen Zeppelin-Reederei

Zeppelin extrem
Vollbremsung in 7 Sekunden

Normalerweise steht der Zeppelin NT als Synonym für ruhiges und sanftes Fliegen. Für alle, die ihn nun auch von seiner dynamischen und aufregenden Seite kennenlernen möchten, hat die Deutsche Zeppelin-Reederei ein neues Flugprodukt in ihre Angebotspalette aufgenommen: Den Zeppelin-Flug XTREM. Am 28. Oktober 2017 fand er zum ersten Mal statt.

Auf dem Sonderflug kann man die unerwartete Manövrier- und Leistungsfähigkeit des Luftschiffs erleben. Zwei erfahrene Zeppelin-Piloten zeigen die aufregendsten Flugmanöver mit dem Zeppelin NT: In rasantem Steigflug (30°) geht es bei maximaler Leistung hinauf bis zu einer Flughöhe von etwa 1.500 Metern, dann im steilen Sinkflug wieder hinunter bis auf 500 Meter über Grund. Nach der Beschleunigung auf seine Maximalgeschwindigkeit macht der Zeppelin NT einen sogenannten Quick Stop”, das heißt, er legt eine Vollbremsung hin: per 180°-Kehrtwende von 120 km/h auf 0 km/h in unter 7 Sekunden.

Alle Manöver sind spektakulär, erfolgen aber dennoch innerhalb der zugelassenen Betriebsgrenzen des Zeppelin NT und wurden eng mit dem Luftfahrt-Bundesamt abgestimmt. Denn auch auf diesem Sonderflug wird die Sicherheit der Passagiere groß geschrieben.

Der Zeppelin NT (Neue Technologie) ist das größte und einzige für den kommerziellen Passagierbetrieb zugelassene Luftschiff der Welt und verfügt über eine starre Innenstruktur. Antriebe, Leitwerke und Kabine sind direkt an die Tragstruktur montiert und verleihen dem Zeppelin NT ein Höchstmaß an Sicherheit, Komfort und Leistung. Mit einer Länge von 75 m und einem Volumen von 8.425 m³ ist der Zeppelin NT das derzeit größte halbstarre Luftschiff. Die ZLT setzt auf die Kombination von bewährten Erfahrungswerten und modernster Technik. Der Zeppelin NT ist in der Bauart LZ N07-100 für den kommerziellen Flugbetrieb bis 13 Passagiere durch LBA, EASA, FAA und JCAB zugelassen – und in der neuen Version LZ N07-101 bis 15 Passagiere durch LBA, EASA und FAA.

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